Großbrandversuch mit einem PKW.
Zündquelle: benzingefüllte Wanne unter dem Motor
Im Arbeitsbereich werden Brandszenarien verschiedener Größenordnungen numerisch und experimentell untersucht. Vom Bauprodukt bis zum Zimmerbrand: Uns interessiert die Brand- und Rauchentstehung, deren Ausbreitung und die Rauchgaszusammensetzung.
Die Analyse der chemischen Zusammensetzung der Brandgase erfolgt mit verschiedenen analytischen Verfahren, wie z. B. der Fourier-Transformations-Infrarot-Spektroskopie (FTIR). Wir untersuchen den Einfluss von Materialeigenschaften auf die Rauchgaszusammensetzung und beurteilen die Toxizität von Rauchgasen. Dabei werden Komponenten wie CO, CO2, H2O, CH4, HCl, HCN, Acrolein und SO2 qualitativ und quantitativ nachgewiesen. Eine Abschätzung der Toxizitäten der Rauchgase erfolgt mittels FED-Konzept (FED Fractional Effective Dose).
Polstersitzabbrand in einer modifizierten SBI-Apparatur mit gekoppelter Rauchgasanalyse
Numerische Simulationen mit CFD-Techniken werden verwendet, um Brand- und Rauchausbreitungen in verschiedenen Szenarien zu berechnen (CFD Computational Fluid Dynamics). Die experimentellen Daten werden als Input-Parameter für die Simulationen und für die Validierung der numerischen Modelle verwendet. Die numerischen Simulationen bieten die Möglichkeit, kostengünstiger als in Großversuchen verschiedene Brandverläufe miteinander zu vergleichen und Parameter zu variieren.
Besonders bei der Untersuchung von ungeklärten Brandfällen bietet die Kombination von analytischer Untersuchung der Brandrückstände und numerischer Simulation die Möglichkeit, verschiedene Brandverläufe miteinander zu vergleichen und abzuschätzen, welche Brandverläufe möglich und wahrscheinlich sind.
Service
Dr.-Ing.