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Werkstoffsysteme und Bauteile der Energietechnik

Werkstoffalterung

Alle irreversiblen, zeitlich fortschreitenden und Gefüge ändernden Vorgänge werden als Alterung bezeichnet. Jeder Werkstoff verändert durch thermische, mechanische oder auch korrosive Belastungen seine Eigenschaften. Interdiffusion zwischen verschiedenen Werkstoffen, die als Verbundwerkstoff genutzt werden, kann zu ungewollten Diffusionsschichten führen, die lokal ein drittes Eigenschaftenprofil einfügen. Alle irreversiblen, zeitlich fortschreitenden Gefüge ändernden Vorgänge werden als Alterung bezeichnet. Innere Oxidation von Werkstoffen, ausgeschiedene Oxide oder Carbide lassen sich im Einzelfall aus dem Bauteil nicht mehr entfernen. Das Bauteil verliert einen Teil seiner Eigenschaften wegen der Änderung des Werkstoffgefüges - es altert. Bei Stählen ist insbesondere der Einfluss von eindiffundierendem Stickstoff und die damit einhergehende Versprödung gemeint, wenn von Alterung die Rede ist. Gefügeänderungen, die durch Glühungen oder andere thermische Behandlungen des Bauteils rückgängig gemacht werden können, sind jedoch streng genommen keine Alterung. Die Alterung ist abzugrenzen von der Ermüdung, die immer mit einer mechanischen Last einhergeht und immer das Auftreten von Gefügefehlern wie Rissen, Poren oder Oberflächenzerrüttung beeinhaltet.

Fachbereich 5.1 | Werkstoffsysteme und Bauteile der Energietechnik

2012-05-08  

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