Arbeitsgruppe
Die Komplexität moderner Werkstoffe und gestiegene Sicherheitsansprüche erfordern die eindeutige Charakterisierung der kristallinen Phasen der Werkstoffe. Ein Großteil der heute verwendeten Werkstoffe weist häufig in sehr geringen Mengen eingesetzte Zusatzstoffe sowie teilweise sehr geringe Partikelgrößen einzelner Phasen auf, die mit den klassischen Methoden nicht mehr hinreichend charakterisiert werden können.
Die Größe der Partikel und die lokale Verteilung haben einen wesentlichen Einfluss auf die Eigenschaften eines Werkstoffes. Mit der Rasterelektronenmikroskopie und der Mikrosonde können Aussagen über die lokale Chemie und über die Art des kristallinen Aufbaus getroffen werden. Neben EDX (energiedispersive Röntenspektrometrie) und WDX (wellenlängendispersive Röntgenspektrometrie) ist vor allem die Beugung rückgestreuter Elektronen (EBSD) ein leistungsfähiges Verfahren, mit dem sich die richtungsabhängigen Eigenschaften eines Werkstoffes beschreiben lassen. Die lokale Phasenanalyse ist ein Verfahren, mit dem sich die Entwicklung von neuen Werkstoffen analytisch begleiten lässt. Es lassen sich mit ihr auch Veränderungen charakterisieren, die mit der Alterung eines Werkstoffes zusammenhängen, z.B. mit dem Auftreten alterungsspezifischer Phasen. Wegen des geringen Volumenanteils werden Punktanalysen vorgenommen, die die chemischen Zusammensetzungen ermitteln und eine kristallographische Charakterisierung ermöglichen.
Orientierungsbeschreibung eines Mikrogefüges (Duplex-Stahl) mittels Beugung rückgestreuter Elektronen (EBSD) im REM
In der Arbeitsgruppe kommen folgende Methoden zur Anwendung:
Service
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