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Bundesadler



Fachbereich 4.3

Schadstofftransfer und Umwelttechnologien

Workshop/Anwendertreffen: Elutionsverfahren im Boden- und Abfallbereich

Welche Möglichkeiten und Grenzen haben die neuen Verfahren zur Untersuchung des Auslaugungsverhaltens von kontaminierten Böden und Abfallmaterialien?

Mit dieser Frage befassten sich am 9. November 2010 rund 110 Vertreter aus Forschung, Industrie, Prüflaboratorien und Behörden auf einem gemeinsam von der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und dem Gewerblichen Institut für Umweltanalytik GmbH (GIU) Teningen veranstalteten Workshop in Berlin.

Mit Elutionsverfahren kann im Labor die Freisetzung von Schadstoffen aus kontaminiertem Boden und Abfall durch Wasser simuliert werden. Die Ergebnisse stellen eine Grundlage für die Prognose des Eintrages dieser Schadstoffe in das Grundwasser aus Altlasten oder bei der Wiederverwertung von Abfall im Bodenbereich dar.

Die Veranstaltung war ein Erfahrungsaustausch von Anwendern der erst seit zwei Jahren genormten Elutionsverfahren DIN 19528 (Säulenperkolationsverfahren) und DIN 19529 (Schüttelverfahren). Diese Verfahren wurden im Hinblick auf deren Eingang in zukünftige bundeseinheitliche gesetzliche Regelungen im Boden- und Abfallrecht erarbeitet und durch die BAM im Rahmen eines durch das BMU/UBA geförderten Forschungsvorhabens in Ringversuchen validiert.

Für ein weiteres Schüttelverfahren speziell für organische Schadstoffe liegt ein Normentwurf (E DIN 19527) vor und es wurden erste Ergebnisse der gegenwärtig im Rahmen eines UFOPLAN-Vorhabens laufenden Robustheitsuntersuchungen auf dem Workshop vorgestellt.

Weiterhin wurden Grundlagen zu den neuen Elutionsverfahren erläutert sowie Informationen zum Stand der Normung und der Erarbeitung der gesetzlichen Regelungen ausgetauscht. Auch der Vergleich der Ergebnisse der verschiedenen Elutionsverfahren untereinander sowie deren Korrelation zu Feldbedingungen wurde thematisiert. Breiten Raum nahm der Austausch praktischer Erfahrungen aller beteiligten Fachleute mit der Durchführung der Elutionsverfahren ein, was das besondere Anliegen der Veranstaltung war und in der Normungsarbeit Berücksichtigung finden wird.

Von großem Interesse für die Teilnehmer der Veranstaltung war auch der Prototyp einer automatisierten Säulenperkolationsanlage. Die Anlage wurde in einem ZIM geförderten Projekt (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie für die marktorientierte Technologieförderung der innovativen mittelständischen Wirtschaft in Deutschland, (Förderkennzeichen kf2201007MK9) von der ecoTech Umwelt-Meßsysteme GmbH und der BAM entwickelt und zum Workshop erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Teilnehmer des Workshops können die Präsentationen hier herunterladen.

Die Zugangsdaten sind hier abforderbar:

Dr. Ute Kalbe
BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Fachbereich 4.3 Schadstofftransfer und Umwelttechnologien
Unter den Eichen 87
12205 Berlin

Telefon : +49 30 8104-3862
Fax: +49 30 8104-1437

E-Mail: ute.kalbe@bam.de

Service

Abteilung 4

2012-03-09  

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Dir. u. Prof.

Dr. rer. nat.
Franz-Georg Simon
Unter den Eichen 87
12205 Berlin
Telefon:
+49 30 8104-1430
E-Mail:
Franz-Georg.Simon@bam.de

Sekretariat
Telefon:
+49 30 8104-1439
Fax:
+49 30 8104-1437

 

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