Arbeitsgruppe
Transportbehälter für radioaktive Stoffe
Kernkompetenz
Die Arbeitsgruppe prüft, ob bestimmte Verpackungen zur Beförderung
radioaktiver Stoffe geeignet sind. Wir überwachen und begleiten
qualitätssichernde Maßnahmen, damit bestimmte Verpackungen gemäß den
Vorschriften hergestellt werden. Dies erfolgt im Rahmen von
gefahrgutrechtlichen Zulassungsverfahren. Die Durchführung von Bauartprüfungen
und die Zulassung von bestimmten Verpackungen zur Beförderung radioaktiver
Stoffe ist eine Aufgabe, die das Bundesministerium für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung (BMVBS) der BAM zusammen mit dem Bundesamt für Strahlenschutz
(BfS) in einer Verordnung
zugewiesen hat.
Die Aufgaben der Arbeitsgruppe Bauartprüfung Transportbehälter für
radioaktive Stoffe umfassen
- die Bauartprüfung von zulassungspflichtigen Verpackungen für die
Beförderung radioaktiver Stoffe
- die Überwachung qualitätssichernder Maßnahmen für die Konstruktion,
Herstellung, Prüfung, Dokumentation und Inspektion zulassungspflichtiger
Versandstücke für radioaktive Stoffe
- die Überwachung und Anerkennung von Qualitätssicherungsprogrammen von
Versandstücken, die keiner amtlichen Zulassung bedürfen
- die Prüfung und Zulassung von radioaktiven Stoffen in besonderer Form
- die Zulassung von Bauarten von Versandstücken für nicht spaltbares oder
spaltbares freigestelltes Uranhexafluorid und
- die Prüfung und Zulassung von Bauarten für gering dispergierbare
radioaktive Stoffe.
Die Wahrnehmung der hoheitlichen Aufgaben wird ergänzt durch die
wissenschaftliche Entwicklung von sicherheitstechnischen Methoden zur
Lösung von strukturmechanischen und thermodynamischen Problemstellungen
sowie zur Dichtheits- und Aktivitätsfreisetzungsbeurteilung.
Sicherheitstechnische Begutachtung
Transportbehälter für radioaktive Stoffe
Die sicherheitstechnische Bauartprüfung der Transportbehälter für
radioaktive Stoffe umfasst die Beurteilung und Prüfung der Nachweise mit den
Schwerpunkten
- Festigkeitsnachweise für Komponenten bei normaler Beförderung und in
Unfallsituationen:
dichte Umschließung, Abschirmung, Einschließungssysteme zur Gewährleistung der
Unterkritikalität, Lastanschlagpunkte bei einem Krantransport, Beförderung auf
öffentlichen Verkehrswegen
- wärmetechnische Nachweise bei normaler Beförderung und in
Unfallsituationen einschließlich der Bewertung von Wärmespannungen sowie des
thermischen Verhaltens von Komponenten der dichten Umschließung, Komponenten
der Abschirmung, Komponenten zur Gewährleistung der Unterkritikalität
- Nachweise der Einhaltung der zulässigen Werte für die Freisetzung von
radioaktivem Inventar bei normaler Beförderung und in Unfallsituationen
und
- Nachweise zur Qualitätssicherung und –überwachung für Auslegung, Fertigung,
Dokumentation und Betrieb einschließlich aller erforderlichen Anweisungen für
Bedienung, Wartung und wiederkehrende Prüfungen sowie für Vorgänge bei der
Beförderung und des beförderungsbedingten Zwischenaufenthalts.
Radioaktive Stoffe in besonderer Form und gering dispergierbare Stoffe
Die Arbeitsgruppe ist zuständig für die Prüfung und die Bauartzulassung von
radioaktiven Stoffen in besonderer Form und gering dispergierbaren Stoffen.
Forschung / Entwicklung
Die wissenschaftlichen Untersuchungen und Forschungsvorhaben konzentrieren
sich auf
- Entwicklung von Methoden zur mechanischen und thermischen
Beanspruchungsanalyse von Behältern und Komponenten
- Untersuchungen zum Brennelementverhalten unter normalen Bedingungen und in
Unfallsituationen
- Untersuchung des Langzeitverhaltens von Werkstoffen und Konstruktionen wie
z. B. Dichtsystemen
- Bewertung von stoßdämpfenden Komponenten
- Mitarbeit bei der Entwicklung von BAM-Gefahrgutregeln.
Beratung und Information
Eine weitere Aufgabe ist es, die Europäische Kommission, Bund und Länder,
Industrie und die Öffentlichkeit durch Beratung zu unterstützen. Die gewonnenen
Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung von technischen Regelwerken ein,
z. B. der Internationalen Atom-Energie-Organisation (IAEO).
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