Fachbereich 3.3
Fallversuchsanlage
Ziel unserer Arbeit ist die Gewährleistung und Weiterentwicklung der Sicherheit von Umschließungen für den Transport radioaktiver Stoffe im Rahmen von Prüfungs- und Zulassungstätigkeiten nach dem Gesetz über die Beförderung gefährlicher Güter (GGBefG) und der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV). In Beratungsgremien von Bundesministerien und der International Atomic Energy Agency (IAEA) wirken wir an der nationalen und internationalen Regelwerksentwicklung mit. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur experimentellen und rechnerischen Analyse mechanischer und thermischer Einwirkungen auf Transportbehälter für radioaktive Stoffe.
Die BAM ist die zentral zuständige Behörde in Deutschland für die Zulassung radioaktiver Stoffe in besonderer Form. In den Zulassungsverfahren für Versandstücke zur Beförderung radioaktiver Stoffe ist sie zuständig für die Bauartprüfung von mechanischen, thermischen und Aktivitätsfreisetzungssicherheitsanalysen, sowie für die Qualitätssicherung der Verpackungen. Die sicherheitswissenschaftliche Forschung des Fachbereiches konzentriert sich auf die Weiterentwicklung der Beurteilungsmethoden des dichten Einschlusses und der Behälterintegrität unter Betriebs- und Unfallbedingungen.
Testbehälter CONSTOR V/TC, Gesamtmasse 181 Tonnen
Unsere Kompetenz ist die Durchführung, Analyse und Bewertung von Fallprüfungen von Transportbehältern für radioaktive Stoffe und von Behältern, die für die Zwischen- und Endlagerung dieser Stoffe vorgesehen sind. Wir prüfen für die Zulassung, ob die Behälter Anforderungen entsprechen, die in internationalen Regelwerken (International Atomic Energy Agency IAEA, ADR/RID) und in gesetzlichen Vorschriften festgelegt sind. Darüber hinaus führen wir auch andere Belastungsversuche in Fallversuchsanlagen durch. Wir werten komplexe Stoßbeanspruchungen an Behältern und Behälterkomponenten aus und führen experimentelle Spannungsanalysen durch. Wir engagieren uns in Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Sicherheit von Behältern für radioaktive Stoffe und deren Komponenten unter Unfallbedingungen.
Ansprechpartner: Dr.-Ing. Karsten Müller
Transport- und Lagerbehälter CASTOR V/19 (GNS®) | Großbild
Dieser Arbeitsbereich prüft, ob bestimmte Verpackungen zur Beförderung radioaktiver Stoffe geeignet sind und bearbeitet Fragestellungen der mechanischen und thermischen Behälterauslegung, der Werkstoffverträglichkeit und Dichtheitsanforderungen. Wir überwachen und begleiten qualitätssichernde Maßnahmen, damit bestimmte Verpackungen gemäß den Vorschriften hergestellt werden. Dies erfolgt im Rahmen von gefahrgutrechtlichen Zulassungsverfahren.
Die Durchführung von Bauartprüfungen und die Zulassung von bestimmten Verpackungen zur Beförderung radioaktiver Stoffe ist eine Aufgabe, die das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) der BAM zusammen mit dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in einer Verordnung zugewiesen hat. Die Wahrnehmung der hoheitlichen Aufgaben wird ergänzt durch die wissenschaftliche Entwicklung von sicherheitstechnischen Methoden von strukturmechanischen und thermomechanischen Problemstellungen.
Prüfungszeugnis Typ B(U)F Versandstückmuster
Die einzelnen Aufgaben des Arbeitsbereiches umfassen:
Ansprechpartner: Dr.-Ing. Frank Wille
Gekapselter radioaktiver Stoff in besonderer Form | Großbild
Dieser Arbeitsbereich übernimmt die hoheitlichen Aufgaben für:
Ansprechpartner: Dr.-Ing. Steffen Komann
Beanspruchungsanalyse Tragzapfen
Fallprüfstand für geführte Fallversuche
Fachbereich 3.3
Dr.-Ing.Sekretariat
Eva-Marie Eckhardt
Telefon:
+49 30 8104-1339
E-Mail:
Eva-Marie.Eckhardt@bam.de
Dr.-Ing.