Arbeitsgruppe
Herstellung eines Fisch-Referenzmaterials
Die überaus akute Toxizität von organischen Quecksilberverbindungen ist hinreichend bekannt. So weist das Monomethylquecksilber die höchste Wassergefährdungsklasse auf und das leichtflüchtige Dimethylquecksilber ist die giftigste metallorganische Verbindung des Quecksilbers überhaupt. Über den Pfad Wasser/Sediment-Nahrungsmittel können Quecksilberverbindungen z. B. in Fische und Meeresfrüchte gelangen.
Typisches Gaschromatogramm mit massenspektrometrischer Detektion von derivatisierten Organo-Quecksilber-Spezies (Großbild)
Durch die Verwendung von Tributylzinn (TBT) als Antifouling-Mittel in Schiffsanstrichen reicherte sich TBT besonders in Häfen im Sediment an. Es ist bekannt, dass TBT sowohl toxikologisch relevant als auch östrogenwirksam ist. Organische Sn-Verbindungen werden künftig auch in den Novellierungen der Bundesbodenschutzverordnung und der Klärschlammverordnung berücksichtigt. Darüber hinaus ist im Rahmen der EU Water Framework Directive (EU-WFD) ein Grenzwert von 0,1 ng TBT pro Liter Wasser festgelegt.
Die beiden angeführten Beispiele zeigen, dass eine verlässliche und nachweisstarke Analytik gefordert ist, die mit Hilfe von sensitiven sowie spezifischen Analyseverfahren, wie GC-AED, GC-MS und GC-MS/MS (gaschromatische Methoden) in der Arbeitsgruppe entwickelt, validiert und etabliert wurden. Ferner werden für die angesprochenen Problemstellungen definierte Matrixreferenzmaterialien (CMRs) wie Methylquecksilber in Fisch oder Tributylzinn in verschiedenen Matrices entwickelt.
Zurück zur Arbeitsgruppe | Zurück zur Fachgruppe
Ansprechpartner
Dr. rer. nat.