Apparatur IPK (Großbild)
Das isoperibole Reaktionskalorimeter wurde speziell für Untersuchungen von Polymerisationen entwickelt. Aufgrund seiner Bauweise kann es für Reaktionen, bei denen Wandbeläge auftreten können und für Reaktionen, die mit großer Viskositätsänderung ablaufen, eingesetzt werden.
Das IPK ist wie folgt aufgebaut:
Dieses Kalorimeter wird ausschließlich in isoperiboler Betriebweise gefahren, d. h. die Manteltemperatur wird konstant gehalten. Diese Betriebsweise entspricht am ehesten der industriellen Prozessführung. Die Reaktionen können im diskontinuierlichen bzw. halbkontinuierlichen Modus gefahren werden. Verfahrensbedingungen, wie z. B. Dosierung, Temperatur, Druck oder Rührparameter, können variiert werden.
Mit dem isoperibolen Reaktionskalorimeter werden die folgenden sicherheitstechnischen Kenngrößen ermittelt:
Aufgrund der spezifischen Bauweise dieses Kalorimeters ist die Auswertung unabhängig von Belagsbildung an der Reaktorwand und Viskositätsänderungen während der Reaktion.
| Gerät | Isoperiboles Reaktionskalorimeter (IPK) |
|---|---|
| Entwickler | Universität Hamburg |
| Reaktor | 0,1 l bis 1 l, Edelstahl, bis 51 bar absolut |
| Temperaturbereich | ca. 10 °C bis 180 °C |
| Nicht einsetzbar für | sehr schnell und/oder stark exotherm ablaufende Reaktionen |
Prüfeinrichtungen der BAM | Sichere Reaktionsführung
Fachbereich 2.2
Reaktionsfähige Stoffe
und Stoffsysteme