Der FFMR wird zur Durchführung von
Gas-Flüssigreaktionen eingesetzt, wobei die Flüssigkeit als dünner Film
(Bereich einiger 10 µm bis 100 µm) über das Reaktionsblech geführt wird und das
Gas darüber strömt. An der Grenzfläche von Gas und Flüssigkeit findet die
Reaktion statt.
Dieser Reaktortyp eignet sich aufgrund der guten Wärmeabfuhreigenschaften und
kurzer Verweilzeiten für stark exotherme Gas-Flüssigreaktionen, an denen auch
Stoffe mit einem hohen Gefahrenpotential (z. B. thermisch instabile oder
toxische Stoffe) beteiligt sein können.
Gegenüber dem herkömmlichen mikrostrukturierten Fallfilm-Reaktor, bei dem über
die Rückseite des Reaktionsbleches die Temperierung erfolgt, wurde der hier
beschriebene auf der Rückseite des 32-kanaligen Reaktionsbleches mit 40
Seebeck-Elementen (4:10) bestückt. Die Temperierung erfolgt durch Eintauchen in
ein Temperierbad.
Die Seebeck-Elemente ermöglichen es, die Temperatur respektive den Wärmestrom
ortsaufgelöst über das Reaktionsblech zu messen.
Die Auswirkung von Änderungen der Verfahrensparameter auf die Reaktion kann
anhand der Änderung des Wärmestromsignals schnell verfolgt werden. Durch
Temperatur- und Konzentrationsvariation sind thermokinetische Aussagen
möglich.
Prüfeinrichtungen der BAM | Sichere Reaktionsführung
Fachbereich 2.2
Reaktionsfähige Stoffe
und Stoffsysteme