Messplatz am Strahlrohr
Am Speicherring BESSY II betreibt die BAM eine Beamline (BAMline), die aus Experimentier- und Messaufbauten für die zerstörungsfreie Prüfung an Werkstoffen und Bauteilen sowie für die analytische Chemie besteht. Der Wellenlängenschieber, der in einer der 16 geraden Sektionen des Speicherrings eingebaut ist, und der Doppelkristall-Monochromator - integriert in die Beamline - ermöglichen weitaus aussagekräftigere röntgen- und computertomographische Untersuchungen als bisher.
So lassen sich Schnittbilder (Tomogramme) von Bauteilen aus neuartigen Werkstoffen mit Hilfe der monochromatischen Röntgenstrahlung nahezu artefaktfrei darstellen. Die Eigenschaften der Synchrotronstrahlung (z.B. hohe Intensität, Polarisierung, geringe Divergenz) führen bei der Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) zu einer Absenkung der Nachweisgrenzen in der Spurenanalytik (Stoffkonzentrationen im Bereich von Nano- bis Picogramm pro Gramm) und zu einer verbesserten Quantifizierung. Diese Methode findet in der BAM vor allen Dingen Anwendung bei der Zertifizierung von Referenzmaterialien.
| >> Wellenlängenschieber | |
|---|---|
| Magnetfeld: | 7 T |
| Schwankung desMagnetfeldes: | < 0,01 % |
|
Charakteristische Energie:
|
13,5 keV |
| >> Doppelkristall-Monochromator | |
| Kristalltypen: | Si(111) oder Si(311) |
| Photonenenergie: | 6 - 60 keV |
| monoenergetischePhotonenflussdichte (max): | 1010 Photonen/mm2/s |
| Energieauflösung:
|
1 - 2 • 10-4 |
| >> Doppelmultilayer-Monochromator | |
| Multilayer-Beschichtung: | 150 W/Si-Schichten (d = 2,8 nm) |
| Photonenenergie: | 4 - 40 keV |
| Monoenergetische Photonenflussdichte (max): | 1012 Photonen/mm2/s |
| Energieauflösung: | ca. 10-2 |
Berliner Elektronenspeicherring - Gesellschaft für Synchrotronstrahlung m.b.H (BESSY)
Fachbereich 1.3 | Prüfeinrichtungen der BAM
Dr. rer. nat.