BAM-Pressemitteilung 23/07 vom 12. Dezember 2007
Die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung hat dieses Jahr 219 neue Feuerwerkskörper auf ihre Sicherheit überprüft. Zusätzlich wurden bei 27 bekannten Feuerwerkskörpern Änderungen überprüft. 134 Feuerwerkskörper erhielten die Zulassung, 85 wurden abgelehnt und eine Zulassung wurde widerrufen. Damit lag die Zahl der Ablehnungen bei 39 %.
Der Trend hin zu Kombinationsfeuerwerken (Batterien und Kombinationen) hält unvermindert an. Hier wurden die Effekte im Hinblick auf Farben und Variationen deutlich weiter verbessert.
Gegenüber dem Vorjahr verringerten sich die Ablehnungen um 4 %. Dieser erfreuliche Verlauf ist auf die verstärkte Einflussnahme der Importeure auf die Fertigungskontrolle in China zurückzuführen.
Feuerwerkskörper ohne Zulassung der BAM oder mit gefälschtem Zulassungszeichen bergen in ihrer Wirkung häufig ein hohes Risiko in sich. Sie sind daher in der Sicherheit ihrer Handhabung und Qualität nicht einschätzbar. Feuerwerkskörper sind kein Spielzeug, denn sie enthalten explosionsgefährliche Stoffe und können gefährliche Wirkungen entfalten.
Ein Zulassungszeichen lautet zum Beispiel: BAM – P II – 2526
Seit diesem Jahr ist die neue europäische Richtlinie 2007/23/EG über das Inverkehrbringen pyrotechnischer Gegenstände, also auch von Silvesterfeuerwerk in Kraft.Die Richtlinie soll Handelsschranken verringern und darüber hinaus das Qualitäts- und Sicherheitsniveau der pyrotechnischen Gegenstände in Europa vereinheitlichen. In Zukunft ist nur noch eine „Zulassung“ für Europa erforderlich. Die EU-Mitgliedstaaten haben 30 Monate Zeit, diese Richtlinie in nationales Recht zu übernehmen. Das gilt natürlich auch für Deutschland, wo die Umsetzung mit dem 4. Sprengänderungsgesetz realisiert wird. Die BAM strebt eine schnelle Umsetzung an, um zügig ein einheitliches Prüfverfahren zu erhalten.
Die Richtlinie 2007/23/EG schreibt für die pyrotechnischen Gegenstände ein modular aufgebautes Konformitätsbewertungsverfahren vor. Ein Konformitätsbewertungsverfahren weist nach, dass die im Geschäft gekaufte Rakete mit ihrem zugelassenen Baumuster übereinstimmt. Das Konformitätsbewertungsverfahren besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen. Der erste Teil ist die Baumusterprüfung nach Modul B. Dieser entspricht den derzeitigen Zulassungsverfahren durch die BAM, wobei die BAM eine der wenigen Institutionen in Europa ist, die bereits heute schon nach den Europäischen Normen prüft.
Der zweite Teil des Konformitätsbewertungsverfahrens stellt die gleich bleibende Produktqualität sicher. Dazu werden Verträge mit den Herstellern zur Überprüfung deren Qualitätssicherung nach den Modulen C, D oder E. abgeschlossen.
Das aktuelle Warenangebot und die genauen Produktionszahlen können erfragt werden beim
Verband der Pyrotechnischen Industrie
An der Pönt 48
40885 Ratingen
Telefon: +49 2102 18 62 00
Internet: www.feuerwerk-vpi.de
Auskünfte:
Dipl.-Ing. Lutz Kurth
Arbeitsgruppe Pyrotechnik der Fachgruppe II.3 Explosivstoffe
Telefon: +49 30 8104-1234
E-Mail: lutz.kurth@bam.de
Internet:
Delaboration (Auseinandernehmen) einer Rakete zur Qualitätsprüfung – Messen
der Abmaße; hier Durchmesserbestimmung
Bild fg23_delaboration1.jpg
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Delaboration (Auseinandernehmen) einer Rakete zur Qualitätsprüfung –
Separieren der Effektsätze zur Massenbestimmung
Bild fg23_delaborierung2.jpg
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Zur Qualitätsprüfung delaborierte (auseinandergenommene) Raketen.
Die einzelnen kleinen grauen Kugeln sind Effektsterne, die Stäbchen sind
Effektschlangenschnüre
Bild fg23_delaborierung3.jpg
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Pyrotechnische Effekte einer Rakete
Die Effektsterne (Kugeln) können bunte Farben bzw. Knatter- oder Glitzereffekte
zeigen.
Die Schlangenschnüre (Stäbchen) können ebenfalls farbig, gold oder silbern
sein.
Bild fg23_effekte.jpg
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Anzünden einer Fontänenbatterie bei der Funktionsprüfung
Bild fg23_ anzuenden_fontaenenbatterie
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Funktionsprüfung einer Fontänenbatterie
Bild fg23_funktionspruefung.jpg
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Funktionsprüfung einer Fontänenbatterie
Bild fg23_ fontaenenbatterie2.jpg
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Funktionsprüfung einer Fontänenbatterie
Bild fg23_fontaenenbatterie
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Pressesprecherin
Dr. rer. nat.Fax:
+40 30 8104 3037