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BAM-Newsletter

 

Sicherheit in Technik und Chemie

 

Ausgabe Nr. 5 vom 21. Dezember 2011

Unsere Themen heute

Ein frohes Weihnachtsfest

Weihnachtskarte

 

 

Wir danken unseren Geschäfts- und Forschungspartnern für die gute Zusammenarbeit
und wünschen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes, erfolgreiches neues Jahr.

 

Ihre BAM

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Silvesterfeuerwerk 2011: Größer, schöner, bunter - aber trotzdem sicher

Silvesterfeuerwerk

Silvesternacht: Feuerwerk platzieren, anzünden, beiseitetreten und Anblick genießen. Damit es beim Genuss bleibt, müssen in Deutschland Käufer von Feuerwerksartikeln nur auf eine der drei Nummern achten, die seit Inkrafttreten der EU-Richtlinie über das Inverkehrbringen pyrotechnischer Gegenstände im Jahre 2010 auf den Verpackungen aufgedruckt sein muss: auf die BAM-Identifikationsnummer.

Eine BAM-Identifikationsnummer kann wie folgt aussehen: BAM-F2-XXXX.

F2 steht für Feuerwerksartikel der Klasse 2 (ab 18 Jahre), XXXX für eine fortlaufende Nummer.

Feuerwerksartikel, die die BAM-Identifikationsnummer nicht ausweisen dürfen weder nach Deutschland eingeführt noch hier abgebrannt werden.

Kontakt:
Dr. rer. nat. Ulrike Rockland, Pressesprecherin
BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Telefon: +49 30 8104-1003, E-Mail: presse@bam.de

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Aktuelle Sicherheitshinweise zum Thema Silvesterfeuerwerk

Wir weisen daraufhin, dass CE-gekennzeichnete Feuerwerkskörper der Kategorie F2 mit nicht erlaubten Anzündmitteln (z.B. gedeckter Stoppine) im Handel erhältlich sein können. Dies betrifft insbesondere Feuerwerksbatterien und Feuerwerkskombinationen. Gemäß den Anforderungen nach DIN EN 15947-5:2010 Kapitel 6.2 dürfen Feuerwerkskörper keine spontan abbrennenden gedeckten Anzündschnüre nach außen führen. Wenn diese Gegenstände angezündet werden, muss mit direktem Durchzünden der Anzündung und sofortigem Start der Funktion gerechnet werden. Der Schutzabstand von 8 m für Feuerwerkskörper der Kategorie F2 kann dann nicht mehr eingehalten werden. In diesem Zusammenhang ist ferner darauf hinzuweisen, dass der Umgang mit Stoppine eine behördliche Erlaubnis voraussetzt. Diese liegt in der Regel bei den Verwendern von Silvesterfeuerwerk nicht vor.

Kontakt:
Dr. rer. nat. Ulrike Rockland, Pressesprecherin
BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Telefon: +49 30 8104-1003, E-Mail: presse@bam.de

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Die emissionsarme Vitrine im Fokus

Vitrinenprototyp auf der Exponatec 2011 in Köln

Vitrinenprototyp auf der Exponatec 2011 in Köln

BEMMA ist die Kurzbezeichnung für ein neu entwickeltes Verfahren zur Bewertung von Emissionen aus Materialien für Museumsausstattungen. Mit diesem Verfahren lassen sich die aus Materialien entweichenden organischen Verbindungen untersuchen und bewerten, die im Vitrinenbau verwendet werden.

Bereits in einem vorangegangenen Forschungsvorhaben wurden Vitrinenbaumaterialien der sechs Kategorien Textilien, Kunststoffe, Dichtungsmaterialien, Holz, Beschichtungen und Sonstiges auf ihre Emissionen untersucht: Dazu wurden marktrelevante Vitrinenbau-Werkstoffe erfasst, nach Kriterien geordnet und hinsichtlich ihres Emissionspotentials klassifiziert.

Substanzen mit hohem Belastungspotenzial, wie beispielsweise Ameisensäure, Essigsäure und Formaldehyd dürfen nicht aus den Materialien emittieren bzw. nachweisbar sein. Die Summenemissionswerte für VVOCs (sehr flüchtige organische Verbindungen) und SVOCs (schwerflüchtige organische Verbindungen) wurden auf 100 µg/m3 und für VOCs (flüchtige organische Verbindungen) auf 500 µg/m3 festgelegt. Eine Ausnahme bei den VOCs bilden Dichtungsmaterialien. Wegen der deutlich geringeren Kontaktoberfläche zum Innenraum der Vitrinen liegt der Summenemissionswert für VOCs hier bei 2000 µg/m3. Überschreitet ein Produkt einen der Summenemissionswerte oder wird eine Emission von auszuschließenden Substanzen festgestellt, erfüllt es die Kriterien des BEMMA-Schemas nicht.

Ein weiterer Bestandteil des BEMMA-Schemas sind die Untersuchungsmethoden mit ihren Nachweisgrenzen. Die Vitrinenbaumaterialien werden in einer Mikro-Kammer bei 23 °C und 80 °C auf ihre Emissionen untersucht, wobei derzeit die bei 80 °C erzielten Ergebnisse noch nicht in die Bewertung einbezogen werden.

Dem Ausstellungskurator, Restaurator, Konservator oder Fachplaner wird durch dieses Verfahren eine wirksame Entscheidungshilfe für die Planung von und Leistungsbeschreibung für Ausstellungsvitrinen, Depoteinrichtungen oder Transportverpackungen für Kunst- und Kulturgüter geboten.

Kontakt:
Dr. rer. nat. Katharina Wiegner
Fachgruppe 4.2 Umweltrelevante Material- und Produkteigenschaften, Arbeitsgruppe Immissionen / Organische Luftinhaltsstoffe
Telefon: +49 30 8104-4872, E-Mail: katharina.wiegner@bam.de

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Dem Tumor auf der Spur

Tumormarker in Gewebeschnitten

Tumormarker in Gewebeschnitten

Ein Forscher-Team des HELIOS Klinikums Emil von Behring und der BAM haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem erstmalig mehrere nebeneinander vorliegende Tumormarker in Gewebeschnitten zeitgleich nachgewiesen werden können.

Tumormarker sind körpereigene Substanzen, deren erhöhte Konzentration auf einen Tumor hindeuten können. In dem neuen Verfahren werden zur Analyse von Tumormarkern Antikörper eingesetzt, die mit Metallen aus der Gruppe der Lanthanoide markiert sind. Die chemische Zusammensetzung der Antikörper wird in einem Element-Massenspektrometer sichtbar gemacht. Die Metallmarkierung spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn dadurch ist eine zeitgleiche Analyse von mehreren (Metall)Nachweiskanälen möglich.

Derzeit werden die Tumormarker nacheinander getestet, um das Profil eines Tumors zu erstellen, das Basis für eine korrekte Diagnose ist. Über solch ein Profil kann herausgefunden werden, wie ein Tumor ausgelöst wird und wie er behandelt werden kann. Da die sukzessive Analyse von Tumormarkern mehrere Tage Zeit in Anspruch nehmen kann, erhoffen sich die Forscher, dass sie mit dem neuen Verfahren Diagnosen schneller und genauer stellen können. Ein weiteres, bereits greifbares Ziel der Entwicklungsarbeit ist außerdem die quantitative Diagnose – also die Angabe wie viel Tumormarker im Gewebeschnitt vorliegt, die derzeit nur durch eine subjektive Bewertung erhalten wird.

Zusätzlich werden heute bei der Tumoruntersuchung die Gewebeproben über deren Gestalt auf Zellebene beurteilt. Dazu wird im Mikroskop ermittelt, ob sich die Zellen verformt haben oder in andere Gewebeschichten gewuchert sind. Auch für diese Beurteilung hat das Team, erweitert um Forscher von der Humboldt Universität Berlin und vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU in Dortmund, ein neues Verfahren entwickelt. So ist ihnen erstmals gelungen, Zellkerne in Lebergewebe zu iodieren und einzelne Zellen und deren Zellkerne mit Hilfe der Massenspektrometrie sichtbar zu machen. Mit diesem Iod-Markierungsverfahren können Anomalien in der Zelle eines Tumormarkers, wie beispielsweise ein erhöhter Chromosomensatz, ermittelt werden.

Anal. Chem., 2011, 83, 8177-8183 (Abstract, PDF)
J. Anal. At. Spectrom., 2011, 26, 2160-2165 (Abstract, PDF)

Kontakt:
Dipl.-Chem. Charlotte Giesen
Abteilung 1 Analytische Chemie; Referenzmaterialien
Telefon: +49 30 8104-5542, E-Mail: charlotte.giesen@bam.de

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Weltweit Metalle im Mikrometerbereich vergleichbar genau analysieren

REM-Aufnahme der Oberfläche der Testprobe mit vier zertifizierten Cu-Au-Legierungen und zwei Cu- bzw. Au-Reinststandards, die in einem Aluminium-Block präpariert sind.

REM-Aufnahme der Oberfläche der Testprobe mit vier zertifizierten Cu-Au-Legierungen und zwei Cu- bzw. Au-Reinststandards, die in einem Aluminium-Block präpariert sind.

Die BAM und das National Institute of Standards and Technology (NIST, USA) initiierten einen internationalen Ringversuch zur quantitativen Analyse der Elementzusammensetzung von binären Legierungen in Werkstoffoberflächen im Mikrometerbereich. Neun weltweit führende Nationale Metrologische Institute beteiligen sich an diesem Ringversuch, der innerhalb der Surface Analysis Working Group des Internationalen Büros für Gewichte und Maße durchgeführt wird. Die Forscher wählten Kupfer-Gold-Legierungen als repräsentativ für die Analyse weiterer, industrierelevanter Metalle, wie Eisen, Mangan, Nickel, Zink, Platin, Blei oder Wolfram.

Die Eigenschaften von Werkstoffoberflächen können durch Variation der Elementzusammensetzung gezielt modifiziert werden. Dazu genügen oft nur sehr geringe Änderungen in der Zusammensetzung. Um bei der Herstellung solcher modifizierten Werkstoffoberflächen deren Elementzusammensetzung überprüfen zu können, sind genaue Messverfahren erforderlich. Dabei beeinflussen die Genauigkeit des Ergebnisses das Messgerät, die Mess- und Auswertungssoftware, die Probe und nicht zuletzt der Operateur. Alle diese Aspekte werden deshalb bei diesem Ringversuchs systematisch erfasst. Die BAM präparierte dazu eine Testprobe mit am NIST zertifizierten Kupfer-Gold-Legierungen. Sie besteht aus vier Kupfer-Gold-Legierungen mit unterschiedlicher Elementzusammensetzung sowie den zwei Reinststandards Gold und Kupfer. Als Messmethode wird die zerstörungsfreie Elektronenstrahlmikroanalyse (ESMA) eingesetzt. Infolge des Beschusses der Probenoberfläche mit einem Elektronenstrahl emittieren die einzelnen Elemente charakteristische Röntgenstrahlung. Die Energie dieser Röntgenstrahlung ist elementspezifisch und wird daher zur Elementanalyse verwendet.

Der Ringversuch dient der Entwicklung einheitlicher und präziser Vorgaben für das ESMA-Verfahren, so dass die Analyseergebnisse international vergleichbar werden.

Kontakt:
Dr.-Ing. Vasile-Dan Hodoroaba
Abteilung 6 Materialschutz und Oberflächentechnik, Fachgruppe 6.4 Oberflächentechnologien
Telefon: +49 30 8104-3144, E-Mail: dan.hodoroaba@bam.de

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Neue Publikationen

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Impressum

BAM-Newsletter Nr. 5/2011
Redaktionsschluss: 12. Dezember 2011
Veröffentlichung, auch auszugsweise, frei.
Bilder werden auf Anfrage gerne übermittelt.

Belegexemplar erbeten an:
Pressestelle
BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Unter den Eichen 87, 12205 Berlin
Telefon: +49 30 8104-1013, Telefax: +49 30 8104-3037, E-Mail: presse@bam.de
http://www.bam.de

Verantwortlich: Dr. Ulrike Rockland (Pressesprecherin)
Telefon: +49 30 8104-1003, E-Mail: ulrike.rockland@bam.de

Redaktion, Layout: Daniela Samol
Telefon: +49 30 8104-3056, E-Mail: daniela.samol@bam.de

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